Shihan Dietmar Danisch Prüfung zum 6.Dan

 

Bei einem internationalen Seminar in Yamagata/Japan legte Shihan Dietmar Danisch erfolgreich die Prüfung zum 6.Dan ab.

Organisiert wurde dieses Seminar, an dem über 100 Teilnehmer aus 18 verschiedenen Ländern teilnahmen, von Shihan Shigeru Tabata (8.Dan) in seiner Heimatstadt Yamagata. Shihan Tabata war selbst schon 3x in Oberstimm um die Sommerlager hier zu leiten.

Vom 08. bis 15. Mai flog Dietmar Danisch vom Gromehringer Dojo nach Japan um neben Karate Training und Kampfrichter Schulung auch etwas über die Kultur und insbesondere mehr über die religiöse Kultur zu erfahren.

Viele bekannte Gesichter machten dieses Seminar nicht leichter, aber für das Klima innerhalb der Gruppe war sofort eine kameradschaftliche Atmosphäre geschaffen.

Viele Trainingseinheiten in Kihon, Kata, IdoGeiko verlangten von den Teilnehmern alles ab. Am 2.Tag hatte ein australischer Karateka Geburtstag. Shihan Tabata schenkte ihm und auch uns 1000 Mawashi Geri. Bei der Willkommen Party wurde das japanische Essen aufgetragen, was lecker und leicht verdaulich ist.

Am 2. Tag war der Besuch in einem Zen Kloster angesagt wo die Teilnehmer im Karate Anzug daran teilnahmen. 1 Stunde im Schneidersitz (Lotossitz) ist nicht einfach und stellte die Teilnehmer vor echte Probleme. Aber die Mönche drücken alle Augen zu, wenn es nicht so recht klappen wollte.

Am 3.Tag stand der Besuch eines Tempels auf dem Programm. Nach einer einstündigen Anreise mussten die Teilnehmer erst einmal 3300 Stufen zu dem Tempel erklimmen. Vorbei an mächtigen Zedern, alten Schreinen und Skulpturen kämpften sich die Karatekas tapfer dem Ziel entgegen. Bei der Tempelanlage angekommen wurden wir bei einer Teezeremonie erläuterte uns der Teemeister die Etikette und das Benehmen auf dem Gelände. Im Tempel wurde eine Japanisch, religiöse Zeremonie dargeboten, die für uns Europäer fremd wirkte. Anschließend luden uns die Mönche zum Mittagessen ein. Gemüse in den verschiedensten Arten zubereitet und alles selbst angebaut mache uns sprachlos.

Den Abschluss dieses Tages war eine Wasserzeremonie, bei der die Teilnehmer in ca. 8 Grad kaltes Wasser eintauchen mussten.

Am Sonntag waren wir Gast bei dem Yamagata Kinder Karate Turnier. Verblüfft und erstaunt waren alle, als kleine Weißgurte mit 6 Jahren kämpften. Diese Präzision und Dynamik verschlug uns allen die Sprache. Hier sind uns die Japaner meilenweit voraus.

Der Montag war dann der Tag der Wahrheit, ob sich das monatelange harte Training auch ausbezahlen würde. Nach der 5 stündigen Prüfung erreichte Shihan Dietmar Danisch den 6.Dan Schwarzgurt. Er ist somit der höchste Danträger der Kyokushin Union in Deutschland.

Bei der anschließenden Sayonara Party wurde gefeiert und auch das eine und andere Glas Bier und Wein getrunken und die letzten Fotos geschossen.

Auch die letzte Herausforderung der 23-stündige Nachhause Flug über Tokyo und Paris wurde gemeistert. Gegen 22:45 Uhr erreichte ich wieder Heimatboden in München.

Shihan Dietmar Danisch

Osu 

Selbstverteidigungs- und Anfängerkurs im Juni


Im Juni bietet die Karate Abteilung einen neuen Selbstverteidigungskurs und einen Anfängerkurs an. Beide Kurse sind für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren. Näher Informationen und Anmeldung unter markus1.dietrich@t-online.de oder telefonisch unter 0175/2426502.


Karate Marathon in Ungarn

 

 

Am 24.03.2018 wurde in Budapest zum 7.Mal der berühmt, berüchtigte Karate Marathon organisiert.

Vom Dojo Großmehring fuhr Shihan Dietmar Danisch zu dieser Veranstaltung. (hier ein kleiner Reise Bericht).

Am 23.03. 2018 morgens um 05:00 Uhr  mit dem Auto zu Senpai Zsolt Böcskey, der mit dem Dojo Oberstimm freundschaftlich verbunden ist. Mittag sollte ich an einer Schule eine Klasse von 13 jährigen Schülern Karateunterricht geben. Senpai Zsolt hat es geschafft, dass an dieser Schule regulär Karate als Sportunterricht vermittelt wird. (davon träumen wir nur in Deutschland)

Am Abend war Training im Nagy Sandor Dojo von Senpai Zsolt geplant. Ich sollte Kata Bunkai für die Pinan 1-5 trainieren. Viele Schwarzgurte mit ihren Studenten von den befreundeten Dojos waren anwesend. Ca. 50Teilnehmer wollten wissen wie man Kata Bunkai trainiert. Es hat viel Spaß gemacht.

Am Samstagmorgen 06:00 Uhr fuhren wir dann nach Budapest wo dieser Karate Marathon zum 7.mal organisiert wurde. Ca. 700 Teilnehmer aus 120 Dojos von 28 verschiedenen Verbänden aus 8 verschiedenen Ländern stellten sich dieser Aufgabe. Perfekt organisiert zum Rhythmus einer Taiko wurden 10x 1Stunde 3000 Techniken (1000 Tzuki, 1000 Geri (250 Kingeri, 250 Maegeri, 250 Yokogeri, 250 Mawashigeri) 1000 Uke (250 Jodanuke, 250 Shutouke, 250 Uchiuke, 250 Gedanbarai))absolviert mit einer anschließenden Trinkpause von 10 Minuten. 50Minuten Techniken 10Minuten Pause. Die Stimmung der Teilnehmer war hervorragend weil sie sich immer gegenseitig lautstark anfeuerten. Nach 50 Techniken ein gemeinsamer lauter Kiai. Ich schloss oft meine Augen um mich ganz dem Taiko Klang und dem Rhythmus hinzugeben. Mit zunehmender Dauer merkte ich auch, dass meine Muskeln müde wurden und die Schmerzen begannen. Das ging aber allen so. Die letzte Runde wurde dann im Dunkeln mit Laserlicht und künstlichem Nebel zu Ende gebracht.

Ich denke wenn Sosai das gesehen hätte, es hätte ihm gefallen.

Ich konnte viele neue Freundschaften knüpfen, so lernte ich u.a. Kancho Kamakura (9.Dan) von International Budokai aus Holland kennen.

Jeder Teilnehmer bekam am Ende für seine Leistung einen handgefertigten Ton Pokal, eine Medaille und eine Urkunde überreicht. Mir wurde am Ende eine große Ehre zu teil. Ich wurde als ältester Teilnehmer jemals mit einem Ehren-Pokal ausgezeichnet der die 30000 Techniken zu Ende durchgestanden hatte. Gegen 03:00 Uhr fiel ich müde aber auch glücklich und stolz in mein Bett, schlafen konnte ich aber nicht aufgrund der Eindrücke.

Wenn die Gesundheit bleibt, dann nächstes Jahr wieder, aber dann mit einigen Großmehringer Karatekas.

 Dietmar Danisch  

Osu